Wanderung von der Ebenwaldhöhe auf die Reisalpe

Dieses Mal führte die Tour recht früh nach Kleinzell. Die Anfahrt erfolgt von St. Pölten über das Traisental und das Halbachtal zum Parkplatz Ebenwald. Ziel war die Reisalpe (1.399 m) und damit auch zum höchsten Berg der Gutensteiner Alpen.

Die Fahrt verlief dieses Mal größtenteils im Nebel, der sich erst ab dem Ortsschild von Kleinzell langsam lichtete. Über eine schmale und kurvenreiche Straße erreichte ich schließlich den Parkplatz. Noch einmal kurz die Kamera kontrolliert, den Rucksack überprüft und dann ging es auch schon los.
Im schönsten Sonnenschein, mit einem blassen Mond am blitzblauen Himmel und überraschend warmen Temperaturen, startete ich meine Wanderung. Der Kontrast zwischen dem weißen Rauhreif auf den Wiesen und dem saftigen Grün in der Sonne war einfach einmalig.

Die ersten Meter verlaufen gemütlich auf einer breiten Forststraße, die sich mal bergab, dann wieder bergauf bis zur Kleinzeller Hinteralm dahin schlängelt. Ein perfekter Start um langsam warm zu werden. Die urige Almhütte, die wirklich schön gelegen ist, ist zu dieser Jahreszeit natürlich leider geschlossen.

Ab dort wird der Weg schmaler und führt zunächst über eine Wiese, etwas später dann durch den Wald. Mit jedem Schritt wird die Aussicht besser. Stetig geht es bergauf und auch der Weg wird etwas ausgesetzter, bleibt aber immer gut zu gehen. An einer Stelle liegt jedoch Eis. Für ein kurzes Stück ist der Weg eine glatte Eisplatte, der man nur schwierig ausweichen kann. Mit vorsichtigen Schritten geht es weiter und bald ist auch dieses Stück geschafft.
Und plötzlich steht man auch schon oben.

Am Gipfelkreuz erstreckt sich unter mir das Tal und so weit das Auge reicht in dichten Nebel gehüllt. Ich stehe darüber im strahlenden Sonnenschein und genieße die großartige Fernsicht auf die umliegende Bergwelt. Die weißen Gipfel am Horizont und im Vordergrund unseren markanten Ötscher, war einfach atemberaubend. Das Reisalpenschutzhaus, das direkt neben dem Gipfelkreuz liegt, hatte unter der Woche geschlossen. Dennoch machte ich dort eine Pause und genoss windgeschützt die Aussicht.

Der Rückweg führte über denselben Weg und die vereiste Stelle war dann noch deutlich anspruchsvoller. Also volle Konzentration und mit doppelt vorsichtigem Schritt. Doch schon bald wurde der Weg wieder angenehmer und wenig später stand ich erneut bei der Kleinzeller Hinteralm. Von dort ging es gemütlich über die Forststraße zurück zum Auto.

Es war eine richtig schöne Winterwanderung und ist technisch nicht schwierig. Ich bin den Reiterlweg gegangen und mit Pausen ist die Tour in rund vier Stunden ganz entspannt machbar. Die reine Gehzeit bergauf betrug trotz Fotografierens etwa zwei Stunden und der Retourweg knapp eine Stunde. Dazu die Ruhe und die Aussicht war es für mich eine wunderschöne Tour. Kann ich echt empfehlen.

Infos: Hier mehr zu den Aufstiegsvarianten und dem Reisalpen Schutzhaus


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