Ein kleiner Spaziergang auf die Riegersburg

Nach einem unserer schönsten Wochenenden in der Südoststeiermark besuchten wir zum Abschluss die Riegersburg. Die Burg stand schon lange auf meiner Liste und bevor wir wieder nach Hause fuhren, wollten wir dort noch etwas spazieren gehen. Sie thront auf einem rund 482 Meter hohen Basaltfelsen und ist schon von weitem sichtbar.

Strahlender Sonnenschein und ein wolkenlos blauer Himmel begleiteten unseren Ausflug. Wir kamen von Fürstenfeld und fanden problemlos einen Parkplatz. Da wir unter der Woche unterwegs waren, war kaum etwas los. Direkt beim Parkplatz stand eine Infotafel und wir entschieden uns spontan für den Burgrundweg. Die beiden anderen Routen wären deutlich länger gewesen und hätten zeitlich nicht mehr in unseren Ausflug gepasst. Besonders die Zotterschleife hätte mich interessiert, doch mit knapp fünf Stunden Gehzeit war sie für diesen Tag einfach zu lang. So folgten wir gemütlich der Beschilderung durch den Ort und erreichten wenig später den Burgaufstieg sowie das Kassenhaus.

Das Kassenhaus war zwar geschlossen, doch am Ticketautomaten daneben bekamen wir unsere Eintrittskarten problemlos. Wir entschieden uns für das „Knappen“-Ticket für den Außenbereich. Die Innenräume der Burg hoben wir uns für einen späteren Besuch auf. Wir wollten das schöne Wetter nutzen. Daher stand das Erkunden der imposanten Anlage im Vordergrund.

So schlenderten wir durch die Burganlage und mit jedem weiteren Tor wurde die Aussicht auf die Umgebung beeindruckender. Die Riegersburg thront eindrucksvoll auf einem mächtigen Vulkanfelsen und man versteht sofort, warum sie zu den bekanntesten Festungen der Steiermark zählt. Direkt in der Burg befindet sich außerdem ein Klettersteig mit Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Den möchte ich unbedingt einmal ausprobieren. Für die schwierigeren Routen sind allerdings Erfahrung am Klettersteig und die passende Ausrüstung Voraussetzung.

Die Geschichte der Riegersburg reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Über viele Jahrhunderte wurde die ausgebaut und galt als uneinnehmbare Festung. Besonders spannend: Sie wurde niemals erobert. Durch ihre erhöhte Lage auf dem Vulkanfelsen war sie ein wichtiger Schutzpunkt für die gesamte Region.

Auch die Umgebung hat eine besondere Geschichte. Die Südoststeiermark ist geprägt von alten Vulkanen mit sanften Hügeln sowie Weinbergen und fruchtbaren Feldern. Genau diese Landschaft macht die Region heute so beliebt. Überall findet man kleine Dörfer mit Buschenschänken und wunderschöne Wanderwege. Früher war die Gegend wegen ihrer strategischen Lage an wichtigen Handelswegen bekannt. Heute verbindet man die Region vor allem mit Genuss und Wein sowie Kulinarik mit entspannter Natur. Rund um die Riegersburg spürt man diesen besonderen Mix aus Geschichte mit der Landschaft und steirischer Gemütlichkeit.

Bald waren wir ganz oben angekommen. Dort befinden sich die Burgtaverne sowie in der inneren Anlage auch der Museumsshop. Zwar waren wir nicht mehr ganz alleine, aber es hielten sich trotzdem nur wenige Menschen auf. Wir gingen anschließend zum Burglift und genossen dort noch die Aussicht. Danach fuhren wir schließlich mit dem Lift hinunter und hatten die ganze Kabine für uns. Die Fahrt war im Ticketpreis enthalten und bereits für sich ein schönes Erlebnis. Unten angekommen befindet man sich im Besucherzentrum und dort ist auch ein schöner Souvenirshop angeschlossen. Ich kaufte mir dort eine Postkarte von der Riegersburg als Andenken.

Vor dem Gebäude orientierten wir uns kurz und nach wenigen Metern fanden wir wieder die Beschilderung des Burgrundwegs. Dieser führte uns über eine Bundesstraße und anschließend sonnig weiter auf einen Feldweg, vorbei an Wiesen und Waldstücken. Die Blumen blühten in allen Farben am Wegesrand und die Luft roch herrlich frisch nach Land und Natur. Dazu gab es immer wieder fantastische Ausblicke auf die Riegersburg, wie sie majestätisch auf ihrem Felsen thront. Solche Momente liebe ich beim Wandern. Einfach Ruhe und Sonne im Gesicht.

So spazierten wir gemütlich weiter über den Feldweg zurück nach Riegersburg. Wir kamen noch an der Schule vorbei und erreichten kurz danach wieder unseren Parkplatz. Es war eine wunderschöne Runde rund um die Riegersburg. Die Landschaft und die eindrucksvolle Festungsanlage hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck und machten den Ausflug zu einem gelungenen Abschluss unseres traumhaften Wochenendes in der Südoststeiermark. Damit endet dieser kleine Blogbericht und bis zum nächsten Mal.

Info: Hier mehr zum Burg-Rundweg

Details zur Tour:

  • Strecke: ca. 3,6 km
  • Dauer: ca. 1 Stunde
  • Höhenunterschied: ca. 85 m im Auf- und Abstieg
  • Startpunkt: Ortszentrum Riegersburg oder beim Burglift
  • Schwierigkeit: Sehr leicht und familienfreundlich

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