#Teil 1 unseres Ausflugs nach Wien – Das MAK
Meine Frau traf sich dieses Mal mit einer Freundin im Prater und holte damit ihr gemeinsames Frühstückstreffen nach. Für mich bedeutete das wiederum: Ich hatte Zeit für einen Museumsbesuch in Wien.
Wir genossen zunächst noch gemeinsam unseren Vormittag und ließen es ganz gemütlich angehen. Später machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Wien in Richtung Prater. Die Fahrt führte uns über Krems und weiter über Tulln. Kurz vor Wien verschwand die Sonne und der Himmel wurde richtig bewölkt. Wir fuhren wieder über die Reichsbrücke und parkten in der Nähe des Praters.
Meine Frau hatte sich wieder mit ihrer Freundin im selben Lokal wie beim letzten Mal verabredet. Gemeinsam schlenderten wir durch den Prater bis zum Lokal. Dabei fiel uns sofort auf, dass deutlich mehr los war als bei unserem letzten Besuch. Wir verabschiedeten uns schließlich voneinander. Während meine Frau sich mit ihrer Freundin traf, machte ich mich zu Fuß auf den Weg. Immer wieder tröpfelte und regnete es leicht. Über den Praterstern ging es weiter Richtung Donaukanal und schließlich zum MAK – dem Museum für angewandte Kunst.
Das MAK am Stubenring ist eines der bedeutendsten Museen seiner Art und hat eine wirklich interessante Geschichte. Gegründet wurde es bereits 1863 als k. k. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie. Das heutige Gebäude an der Ringstraße wurde nach den Plänen des Architekten Heinrich von Ferstel errichtet und 1871 fertiggestellt. Es war damit sogar das erste Museum an der Wiener Ringstraße.
Ursprünglich sollte das Museum vor allem als Mustersammlung und Ausbildungsstätte dienen. Heute verbindet das MAK angewandte Kunst, Design, Architektur und zeitgenössische Kunst miteinander. Schon beim Betreten hat mich die Eingangshalle sehr beeindruckt. Die Kombination aus der historischen Architektur und den modernen Ausstellungen macht für mich einen besonderen Reiz des Museums aus. Die großzügigen Säle und die beeindruckende Gestaltung der Räume geben dem Museumsbesuch eine ganz eigene Atmosphäre.
Besonders interessant fand ich auch die Schausammlung „WIEN 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk“. Dabei wird die Zeit um 1900 aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Gezeigt werden bedeutende Werke aus der Zeit der Wiener Moderne sowie zahlreiche Bezüge zur Wiener Werkstätte. Das Museum besitzt gerade auf diesem Gebiet eine außergewöhnlich bedeutende Sammlung.
Mit der Schausammlung ‚WIEN 1900‘ war mein Rundgang aber noch lange nicht beendet. Im MAK gab es noch zahlreiche weitere Ausstellungen zu entdecken, die thematisch kaum unterschiedlicher sein konnten. Unter anderem waren „GLANZSTÜCKE – Van Cleef & Arpels High Jewelry × Masterpieces from the MAK Collection“, „FELIX LENZ – Soft Image, Brittle Grounds“, „HYPE UND HOCHKULTUR – 75 Jahre Wiener Festwochen in Plakaten“, „VALLY WIESELTHIER – Bild und Ton“, „CHRISTOPH SCHLINGENSIEF – Es ist nicht mehr mein Problem!“ und „THOMAS DEMAND – Räume, die von gestern träumen“ zu sehen. Dazu kam die neu präsentierte MAK-Schausammlung Textilien und Teppiche.
Gerade die Mischung aus historischen Objekten sowie Design und zeitgenössischer Kunst hat mir ausgesprochen gut gefallen. Danach stöberte ich noch im tollen Museumsshop, wo ich natürlich auch einige spannende Bücher entdeckte. Ich muss wirklich sagen, dass mir das MAK sehr gut gefallen hat. Es ist ein Museum, das ich weiterempfehlen kann. Besonders dann, wenn man sich für Design, Architektur, Kunsthandwerk und die Wiener Kunstgeschichte interessiert.
Nach meinem Museumsbesuch ging ich noch kurz zu einem Supermarkt und holte mir meinen Kaffee. Kurz darauf meldete sich auch meine Frau zum ersten Mal wieder bei mir. Deshalb machte ich mich bald wieder auf den Weg zurück zum Prater. Diesmal nahm ich einen etwas anderen Weg und schlenderte durch einige Seitengassen. Bewölkt war es noch immer, aber es tröpfelte nicht mehr. Bald kam ich wieder zum Donaukanal und von dort aus war es nicht mehr weit bis zum Prater.
Am Praterdom hatten wir uns verabredet und lange musste ich nicht auf meine Frau warten. Danach schlenderten wir gemeinsam noch einmal durch den Prater. Hier war wirklich unglaublich viel los – entsprechend voll und laut war es. Deshalb beschlossen wir, noch woanders hinzufahren.
Wir entschieden uns, noch die Blumengärten in Hirschstetten zu besuchen. Die wollte ich mir schon länger einmal ansehen und vom Prater fährt man nur 20 Minuten. Das passte heute perfekt. Also verließen wir den recht vollen Prater und gingen wieder zurück zu unserem Auto. Bald war der Lärm nur mehr angenehmes Hintergrundrauschen. Damit endet auch dieser erste Teil unseres Wien-Ausflugs. Im nächsten Teil geht es dann mit unserem Besuch in den Blumengärten Hirschstetten weiter.
























Hier geht es direkt zum zweiten Teil meines Ausfluges – Ein gemütlicher Spaziergang durch die Blumengärten Hirschstetten
Info: Hier mehr zum MAK – Museum für angewandte Kunst
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