An diesem nebligen und wolkenverhangenen Tag machte ich einen Ausflug nach Krems. Zuvor holte ich unser Auto aus der Werkstatt und nutzte die Gelegenheit, die Landesgalerie Niederösterreich zum ersten Mal zu besuchen.
Die Fahrt führte zunächst nach Melk über die Donaubrücke und dann entlang der Donau. Die herrliche Landschaft der Wachau, leicht verhüllt von Nebel und Wolken, bot immer wieder wunderschöne Ausblicke. Diese Stimmung versetzte mich sofort in eine entspannte und erwartungsvolle Laune auf das Museum.
Vorbei an Spitz und unter Dürnstein hindurch erreichte ich schließlich Stein, wo ich parkte. Das Museum liegt nur einen kurzen Fußweg entfernt. Schon beim Anblick des modernen Gebäudekomplexes fallen die klare Architektur und die beeindruckende Fassadengestaltung ins Auge. Die Kombination aus modernen Linien und großzügigen Flächen wirkt zugleich einladend und imposant. Fast automatisch wird man neugierig, wie es wohl im Inneren aussieht.
Das Museum erstreckt sich über vier Stockwerke. Im Eingangsbereich befinden sich der Museumsshop sowie das Caféhaus; hier liegt auch der einzige Ausstellungsbereich mit natürlichem Licht durch Fenster. In den übrigen Stockwerken gibt es Tageslicht nur noch ganz oben über die Dachterrasse und diese war leider geschlossen. Das Untergeschoss ist zudem direkt mit der Kunsthalle Krems verbunden.
Etwas schade empfand ich, dass das Café nicht oben platziert ist, wo man den Blick über die Stadt genießen könnte. Im Vergleich zu Museen wie dem Munch-Museum in Oslo oder dem Akropolis-Museum in Athen wirkt das Gesamtkonzept hier nicht ganz stimmig. Die mittleren Stockwerke kommen dazu vollständig ohne Tageslicht aus; lediglich der Treppenschacht wird erhellt durch das Oberlicht.

Zurzeit sind in der Landesgalerie mehrere spannende Ausstellungen zu sehen. Besonders die „Flower Power – Eine Kulturgeschichte der Pflanzen“ sticht hervor. Daneben laufen Präsentationen zu Regula Dettwiler mit „Unvergesslich“, Christa Hauer als Künstlerin, Galeristin und Aktivistin, sowie „Unterwegs – Reise in die Sammlung“ und Werke von Iris Andraschek, NÖ-Würdigungspreisträgerin 2025. Neben der Landesgalerie befinden sich die Kunsthalle Krems und das Karikaturmuseum, das ich bei einem nächsten Besuch sehen möchte. Mit der NÖ-Card ist der Eintritt in alle Ausstellungshäuser der Kunstmeile Krems inkludiert, darunter auch das Forum Frohner.
Abgesehen von dieser kleinen Enttäuschung über die Architektur und die Platzierung des Cafés war die Ausstellung selbst hervorragend. Besonders die Flower-Power-Präsentation gefiel mir sehr. Vor allem aber beeindruckte mich die Breite der Sammlung: Von gotischen bis barocken Kunstwerken über moderne Malerei und Fotografie bis hin zu Skulpturen und Medienkunst wird alles abgedeckt und übersichtlich präsentiert. Für Kunstliebhaber bietet sich hier ein vielfältiges Programm, das gut zweieinhalb Stunden füllen kann. Insgesamt war es ein gelungener und schöner Ausflug.
Funfact: Panorama-Aufnahmen sollte man lieber nicht im Museum machen. Es dauert ewig und die Kamera ist echt laut dabei 🙃 Probiere ich sicher nicht noch einmal, außer ich kann den Ton auf lautlos stellen.





















Info: Hier mehr zur Landesgalerie NÖ in Krems
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