Ein Besuch des Landesmuseum NÖ in StP

Was macht man wenn Niederösterreich im Schneechaos versinkt? Genau man bleibt entweder gemütlich Zuhause oder man nutzt die Gelegenheit für einen entspannten Museumsbesuch. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, das Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten zu besuchen.

Schon die Fahrt mit dem Bus ins Regierungsviertel war wirklich toll. Über Nacht waren gut 20 cm Schnee gefallen, Straßen und Dächer waren dick eingepackt. Der Bus hatte zwar etwas Verspätung, doch wir kamen trotzdem zügig voran. Von der Bushaltestelle beim Klangturm sind es nur zwei Minuten bis zum Museum. Also ein kurzer Spaziergang durch das winterliche Landesregierungsviertel und schon ist man da. Der Eingangsbereich wirkte am späten Vormittag etwas verwaist. Ich kaufte mir ein Ticket und erhielt von der freundlichen Kassiererin zusätzlich mehrere Broschüren zu den aktuellen Ausstellungen.

Das Museum ist weitläufig und die Kombination aus Haus der Natur und Haus der Geschichte funktioniert überraschend gut. Im Haus der Natur zieht es mich jedes Mal zu den Terrarien. Besonders die Molche und Salamander haben es mir wie immer angetan. Ich könnte stundenlang vor den Terrarien stehen und ihr Verhalten beobachten. Oft entdeckt man selbst nach Minuten noch ein Tier, das einem vorher entgangen ist. Genau diese kleinen Entdeckungsmomente mag ich so sehr. Auch die Sonderausstellung „Tiere der Nacht“ hat mir richtig gut gefallen.

Neu für mich war diesmal das Haus der Geschichte. Das gab es bei meinem ersten Besuch noch nicht. Besonders berührt hat mich die Sonderausstellung „Kinder des Krieges“, die das Aufwachsen zwischen 1938 und 1955 thematisiert. Sehr eindrucksvoll gemacht und durchaus nachwirkend. Generell gefällt mir am Haus der Geschichte, dass es nicht streng nach Epochen aufgebaut ist, sondern nach Themen und Fragen. Dadurch entstehen spannende Bezüge zur Gegenwart und man merkt wie sehr Geschichte mit unserem heutigen Leben verwoben ist.

Ich war gute 3 Stunden im Museum und hätte problemlos noch länger bleiben können. Nach dem Verlassen zog es mich noch kurz zur Traisen. Vom Rotary-Steg hat man echt eine gute Sicht und die winterliche Flusslandschaft vor dem Regierungsviertel war dazu auch ein wunderschönes Fotomotiv.

Zum Abschluss bin ich noch ins neue Restaurant Traisenblick eingekehrt. Ein Kaffee und ein Stück Apfelstrudel mussten nach all den Eindrücken als kleine Stärkung noch sein. Mit dem Blick hinaus zur verschneiten Traisen saß ich dort eine Weile ganz entspannt und manchmal braucht es nicht mehr als das. Das Lokal hat mir gut gefallen und ich bin gespannt, wie es sich in St. Pölten entwickeln wird. Nach dieser kleinen Pause machte ich mich mit dem Bus wieder auf den Weg nach Hause.

So wurde aus einem verschneiten Tag in Niederösterreich ganz unverhofft ein richtig schöner und entschleunigter Kulturtag. Manchmal braucht es eben nur ein bisschen Schnee und die richtige Idee.

Info: Hier mehr zum Landesmuseum Niederösterreich in St Pölten

Lokal: Resaurant Traisenblick


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