Ein Jahr Blog und eigene Website

Ein Jahr voller Herausforderungen und technischer Abenteuer liegt hinter mir. Aus einer spontanen Idee entstand im Laufe der Zeit ein umfangreiches Projekt. Diese Reise hat mich nicht nur technisch weitergebracht, sondern auch meine Leidenschaft für Webentwicklung und Design geweckt.

Was als einfacher Blogstart auf einem leeren Server begann, ist mittlerweile zu einem komplexen Webprojekt geworden, an dem ich mich stetig weiterentwickle. In diesem Artikel möchte ich meine Reise mit euch teilen, zeigen, was ich in diesem Jahr gelernt habe – und vor allem, wie ich diesen Blog zum Leben erweckt habe.

🚀 Von null Wissen zur eigenen Website

Als ich vor einem Jahr anfing, war ich ein völliger Neuling. Ich hatte keine Ahnung von Webhosting, Content-Management-Systemen, Webdesign oder SEO. Ich wusste nur eines: Ich wollte eine eigene Plattform für meine Fotos.

Die Vorstellung, eine eigene Website zu erstellen, erschien mir zunächst überwältigend. Wie sollte ich überhaupt anfangen?

Von der Idee zum Konzept

Mich reizte der Gedanke, tiefer in die Materie einzutauchen und etwas völlig Eigenes zu schaffen. Nach einiger Recherche entschied ich mich für einen selbst gehosteten Blog, um die volle Kontrolle über Inhalte und Gestaltung zu behalten. Und wo hat man mehr Kontrolle über seinen Server als im eigenen Wohnzimmer?

Der erste Schritt bestand darin, mir einen Mini-Computer sowie eine Domain zuzulegen. Um maximale Freiheit zu haben, wählte ich Ubuntu Linux als Betriebssystem und Nginx als Webserver.

Die ersten Wochen waren von Unsicherheit geprägt. Ich stellte mir Fragen wie:
Soll ich mit WordPress starten oder Ghost ausprobieren?

Ghost war für mich schnell raus. Ohne Erfahrung in Node.js und der Ghost-CLI war die Installation einfach zu kompliziert. Als absoluter Neuling hatte ich irgendwie keine Chance, Ghost überhaupt zum Laufen zu bringen. Und so wurde aus Ghost dann WordPress.

Technische Herausforderungen und Serveraufbau mit WordPress

Die größte Hürde zu Beginn war die Einrichtung des Servers. Ich wusste weder, wie man Ubuntu installiert, noch wie man einen Webserver sicher konfiguriert. Erst durch unzählige YouTube-Tutorials und mit Unterstützung durch KI begann ich, die Zusammenhänge zu verstehen.

Der Moment, in dem mein Server schließlich online ging und ich meine erste Website im Browser sehen konnte, war ein echtes Erfolgserlebnis – auch wenn der Weg dorthin steinig war.

Am Ende fiel meine Wahl auf WordPress als CMS, da es die Erstellung und Verwaltung von Inhalten besonders einfach macht. Zudem gibt es unzählige Plugins und Tutorials, die den Einstieg erheblich erleichtern.

Als Theme entschied ich mich für Astra, da es sehr einsteigerfreundlich ist und gleichzeitig viele Designmöglichkeiten bietet. Doch auch hier stieß ich bald an meine Grenzen. Ich wollte mich nicht nur auf vorgefertigte Designs verlassen. Deshalb begann ich, ein eigenes Child-Theme zu entwickeln und experimentierte zunächst mit CSS und später auch mit PHP.

✍️ 110 Artikel – 1 Jahr voller Kreativität

Eigentlich wollte ich mich gar nicht so stark auf das Schreiben konzentrieren – mein ursprüngliches Ziel war es, meine Fotos zu präsentieren. Doch mit der Zeit entwickelte sich daraus ein eigener Weg, der sich immer stärker in Textform widerspiegelte.

Innerhalb von zwölf Monaten veröffentlichte ich 110 Artikel mit Fotos. Die ersten Beiträge waren noch holprig und zeitaufwendig, doch nach und nach fand ich einen festen Rhythmus und vor allem Freude am Schreiben.

Im Durchschnitt erschienen fast durchgehend zwei Artikel pro Woche. Diese Regelmäßigkeit ließ mich nicht nur als Blogger wachsen, sondern half mir auch dabei, meine Gedanken klarer und strukturierter auszudrücken.

Der kreative Prozess

Das Schreiben für meinen Blog wurde mit der Zeit zu einer festen Routine und blieb dennoch spannend. Jeder Artikel brachte ein neues Thema und eine neue Herausforderung mit sich. Manche Texte entstanden fast wie von selbst, während andere trotz vieler Ideen nie ganz rund werden wollten.

Durch diese kontinuierliche Praxis gewann ich an Sicherheit und lernte, meine kreativen Gedanken besser zu ordnen und auszudrücken.

Zudem wurde der Blog für mich zu einer Art kreativem Tagebuch – einem eigenen Raum, in dem ich Gedanken festhalten und neue Ideen entwickeln konnte. Meine Fotos spielten dabei eine große Rolle und motivierten mich immer wieder weiterzumachen. Der Blog war nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch ein Ort der persönlichen Weiterentwicklung.

Natürlich gab es auch Phasen des Zweifelns. Manche Texte fühlten sich unfertig an, andere wiederholten sich zu sehr. Im Laufe des Jahres lernte ich jedoch, diesen Druck loszulassen und dem kreativen Prozess mehr Raum zu geben. So wurde der Blog Schritt für Schritt zu einem persönlichen Projekt, das mir half, über den Tellerrand hinauszublicken.

🛠️ Technische Fähigkeiten, die ich mir angeeignet habe

In diesem Jahr habe ich mir viele neue Fähigkeiten angeeignet, die mich nicht nur als Blogger, sondern auch als technisch versierten Selbstlerner weitergebracht haben.

  1. Webhosting und Serververwaltung: Die Einrichtung meines eigenen Servers auf Ubuntu Linux war der erste Schritt, um die vollständige Kontrolle über meinen Blog zu übernehmen. Ich habe gelernt, wie man eine Domain registriert, den Webserver aufsetzt und wie man diesen sicher und effizient betreibt. Besonders wichtig war es, die richtige Software zu wählen – hier fiel meine Wahl auf Nginx, das für seine Geschwindigkeit und Stabilität bekannt ist. Zuvor hatte ich keinerlei Erfahrungen mit Linux-Servern, aber der Schritt, meinen eigenen Server zu betreiben, hat mich auf das nächste Level gebracht.
  2. Webentwicklung: Neben dem Einsatz von WordPress habe ich tiefer in die Webentwicklung eingetaucht. Ich habe ein Child Theme entwickelt und grundlegende Kenntnisse in HTML, CSS, PHP und JavaScript erworben, um das Design und die Funktionalität meines Blogs zu verbessern. Die Fähigkeit, selbst kleine Anpassungen vorzunehmen, gab mir die Freiheit, die Seite genau nach meinen Vorstellungen zu gestalten.
  3. SEO (Suchmaschinenoptimierung): Anfangs wusste ich wenig über SEO, aber durch kontinuierliches Lernen und Ausprobieren verbesserte sich meine Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Ich lernte, wie wichtig eine saubere URL-Struktur, richtige Meta-Tags und interne Verlinkungen sind, um in Google gut platziert zu werden.
  4. Sicherheitsmanagement: Die Sicherheit meiner Website war von Anfang an eine Priorität. Ich richtete eine SSL/TLS-Verschlüsselung ein und führte regelmäßig Sicherheits-Updates für WordPress sowie für meine Plugins durch. Außerdem lernte ich, wie man regelmäßige Backups erstellt und eine Firewall für zusätzliche Sicherheit einrichtet. Besonders wichtig war es dann, Sicherheitsheader zu setzen und Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen und zu schließen, um Datenverlust oder Angriffe zu vermeiden. Außerdem richtete ich einige Cronjobs zur automatischen Selbstwartung ein, um Routineaufgaben zuverlässig im Hintergrund ausführen zu lassen.
  5. Performanceoptimierung: Eine schnelle Webseite ist entscheidend für eine gute Nutzererfahrung und für bessere SEO-Rankings. Deshalb nutze ich schon seit Anfang an meine Fotos im AVIF-Format, um die Ladezeiten erheblich zu verbessern. Das steigert sowohl die Benutzerzufriedenheit als auch die Platzierung in den Suchmaschinen.

❤️ Warum ich weitermache

Dieses Projekt ist weit mehr als nur eine technische Herausforderung. Mein Blog ist zu einem kreativen Raum, einem persönlichen Tagebuch und einem Ort der Weiterentwicklung geworden. Es geht nicht nur um den Spaß am Schreiben oder den Antrieb, neue technische Fähigkeiten zu erlernen, sondern auch um die Freude am Ausprobieren neuer Wege.

Die stetige Weiterentwicklung hat mir nicht nur geholfen, neue Fähigkeiten zu erwerben, sondern mich auch persönlich wachsen lassen. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dranzubleiben und sich von Rückschlägen oder dem Gefühl des „Scheiterns“ nicht entmutigen zu lassen. Besonders der Prozess des Lernens, Ausprobierens und Umsetzens hat meinem Projekt eine tiefere Bedeutung verliehen und die Freude daran verstärkt, es Schritt für Schritt wachsen zu sehen.

🔮 Ausblick auf das nächste Jahr

Im nächsten Jahr möchte ich:

  • Die Benutzererfahrung weiter verbessern
  • Weitere Themen ansprechen, um eine größere Leserschaft zu erreichen
  • Neue Formate wie Tutorials oder thematische Artikel einführen
  • Meine Plugins weiter reduzieren und möglichst viel selbst programmieren
  • Und vor allem auch weiterhin mit Begeisterung schreiben und lernen

Es gibt noch so viele Ideen und ich bin gespannt, wohin mich die Reise führen wird.

Auf die Reise, die es mir gebracht hat

In nur einem Jahr habe ich viel mehr erreicht, als ich zu Beginn für möglich gehalten habe. Ich habe einen selbstgehosteten Blog erstellt und viele technische Fähigkeiten erlernt. Dabei habe ich mich als Schreiber und Content Creator weiterentwickelt. Es war eine Reise voller Höhen und Tiefen. Ein jeder Schritt hat sich gelohnt und bin gespannt, was das nächste Jahr bringt!

🏆 Trophäen meiner WordPress-Website

1. Server-Meister 🖥️

  • Eigenen Server eingerichtet und verwaltet
  • Nginx konfiguriert
  • Firewall und Security Header implementiert

2. SSL-Champion 🔒

  • SSL-Zertifikat installiert
  • A+ Bewertung bei Qualys SSL Test erreicht
  • Verschlüsselte, sichere Verbindung für alle Besucher

3. WP-Profi 🚀

  • WordPress komplett selbst installiert
  • Datenbank eingerichtet und optimiert
  • WP-CLI eingesetzt, um die Seite effizient zu verwalten

4. Layout-Künstler 🎨

  • Child Theme erstellt
  • Astra Theme individualisiert
  • Layout gestaltet und systematisch optimiert

5. Minimalistischer Optimierer ⚡

  • Nur 9 Plugins installiert, um Performance & Wartbarkeit zu sichern
  • Medien (900 Fotos) bearbeitet und in AVIF umgewandelt
  • Schnell ladende, schlanke Website aufgebaut

6. Content-Meister 📝

  • 110 Artikel erstellt
  • Jeder Artikel mit durchschnittlich 15 selbst fotografierten Bildern
  • Vollständig eigenproduzierter Content

7. Allround-Learner 📚

  • Alles innerhalb eines Jahres ohne Vorkenntnisse erlernt
  • Server-Administration, Webentwicklung, Security und Content Creation kombiniert
  • Projekt von Grund auf selbstständig umgesetzt

8. Full-Stack-Erfahrung gesammelt 🌐

  • Website läuft performant, sicher und wartbar
  • Kombination aus technischem Können, Kreativität und Optimierung
  • Ein umfassendes Projekt umgesetzt, das viele Bereiche der Full-Stack-Entwicklung abdeckt.

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