Am Wochenende fuhren wir zunächst zu den Schwiegereltern, wo ich auch noch sehr gut verköstigt wurde. Danach brach ich zu einer kleinen Wanderung auf. Ich fuhr nach Reichraming in Oberösterreich und hatte mir eine leichte Tour auf den Schieferstein mit 1206 m ausgesucht. Die Fahrt über Maria Neustift zum Parkplatz Schieferstein führte durch viele Kurven und im letzten Abschnitt wurde die Straße stellenweise auch richtig eng.
So kam ich am frühen Nachmittag am Parkplatz an. Dieser wird privat geführt und kostet 4 Euro. Nachdem ich mein Parkticket gelöst, meinen Rucksack und meine Kamera geschnappt hatte, startete ich die Wanderung. Zunächst führt der Weg ein kurzes Stück über die Straße, bevor er in einen Schotterweg übergeht. Schon dort eröffnete sich eine großartige Aussicht auf die Enns, die in einem schönen Blau schimmerte. Schon erreicht man ein Gatter und von dort geht es sehr steil über eine Weide hinauf, bei der man schon etwas ins Schwitzen kommt. Auf dem Weg blühten die ersten Frühlingsboten am Wegesrand und sie begleiteten mich die gesamte Strecke über.
Nach kurzer Zeit erreichte ich eine Forststraße, die ich queren musste. Etwas später kam die zweite Forststraße und von dort schlängelte sich der Waldweg über Steine und Wurzeln immer weiter hinauf, bis ich schließlich zu einem Schild kam, das die letzten 15 Minuten zum Steinernen Jäger und 25 Minuten zum Schieferstein anzeigte. Ab diesem Punkt wurde der Weg felsig. Man konnte entweder den unteren Wanderweg nehmen oder direkt am Grat entlang gehen. Ich wählte den Grat und genoss dabei bereits die grandiose Fernsicht. Nach einer Weile führten beide Wege wieder zusammen und bald tauchte das imposante Gipfelkreuz des Steinernen Jägers vor mir auf.
Hier gab es einige kleine Kletterstellen und Sicherungen, bevor ich den Gipfel erreichte. Es war ein großartiges Gefühl, dort oben zu stehen und das Gipfelkreuz wirkte besonders eindrucksvoll durch seine Inschrift:
„DEM CHRISTUS – DEM KÖNIG – ALLES LEBT“
Ich machte eine kurze Pause und genoss das herrliche Panorama. Danach machte ich mich über die gesicherten Stellen wieder auf den Weg zum Hauptgipfel, dem Schieferstein. Nun folgte ein längeres Stück über einen schmalen Grat, bei dem Schwindelfreiheit und Trittsicherheit unbedingt nötig sind – ein wirklich atemberaubender Abschnitt. Schließlich tauchte das kleine unscheinbare Gipfelkreuz des Schiefersteins vor mir auf. Dort gibt es auch ein Gipfelbuch, in das ich mich selbstverständlich eintrug.
Dort machte ich eine längere Pause und ließ meinen Blick über die herrliche Umgebung schweifen: von den Ybbstaler Alpen über das Gesäuse, das Tote Gebirge und das Sengsengebirge bis ins Alpenvorland und hinein ins Mühlviertel. Ich genoss die Sonne im Gesicht und die Ruhe. Ein perfekter Moment zum Durchatmen. Nach dieser Pause machte ich mich wieder über den schmalen Grat auf den Rückweg. Noch einmal war volle Konzentration gefragt, um die kleinen Felsen und Wege sicher zu bewältigen.
Angekommen beim Steinernen Jäger ging es wieder zurück zum Schild, über den Waldweg und schließlich über die Weide zurück zum Parkplatz. Insgesamt war ich etwas über drei Stunden unterwegs. Der Schieferstein ist zwar „nur“ 1206 m hoch, aber die Wanderung ist steil, abwechslungsreich und absolut lohnenswert. Die Aussicht ist traumhaft und macht jeden Schritt mehr als wett. Ein absoluter Tipp für alle, die Natur und ein kleines Abenteuer lieben!


















Info: Hier mehr zur Wanderung auf den Schieferstein
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