Ein entspannter Tag in der Wachau und im Straßertal

Nach dem wunderschönen Ostersonntag mit viel Sonne und frühlingshaften Temperaturen wollten wir auch den nächsten Tag noch nutzen. Da das Wetter etwas wechselhafter und windiger angesagt war, entschieden wir uns spontan für eine gemütliche Museumsrunde.

Am Vormittag fuhren wir ganz entspannt in die Wachau. Unser erstes Ziel an diesem trüben und wolkenverhangenen Tag war Spitz an der Donau. Dort besuchten wir das Barockschloss Erlahof in dem sich das Schifffahrtsmuseum befindet. Direkt an der Straße vorm Museum gibt es einige Parkplätze.

Von der Ausstellung selbst sollte man sich nicht täuschen lassen. Es ist zwar eher klein, aber durchaus interessant und liebevoll gestaltet. Es erstreckt sich über zwei Stockwerke. Ein Tipp vorweg: Drinnen ist es wirklich kühl also lieber etwas Warmes mitnehmen. An der Kasse fand gerade eine Einschulung statt. Nachdem wir unsere NÖ-Card vorgezeigt und die Tickets erhalten hatten, starteten wir unseren Rundgang. Es waren zwar ein paar andere Besucher da, insgesamt war es aber angenehm ruhig.

Inhaltlich widmet sich die Schau der Geschichte der Schifffahrt auf der Donau. Neben zahlreichen Modellen sind auch originale Objekte aus vergangenen Zeiten zu sehen. Besonders beeindruckend sind die detailgetreuen Schiffsnachbildungen sowie die Darstellung eines sogenannten Pferdeschiffszuges. Dabei wird gezeigt, wie früher mehrere Pferde eingesetzt wurden, um Schiffe flussaufwärts zu ziehen. Ergänzend dazu stehen Audio- und Videostationen zur Verfügung, die zusätzliche Informationen bieten und ein tieferes Verständnis ermöglichen.

Man spürt schnell, wie aufwendig und mühsam das Leben an der Donau früher gewesen sein muss. Insgesamt ergibt sich damit ein anschaulicher Einblick in die technische und historische Entwicklung der Donauschifffahrt. Auch das Ambiente im alten Schloss trägt seinen Teil dazu bei und macht den Aufenthalt echt stimmungsvoll. Zusätzlich gab es bei unserem Besuch auch eine kleine Sonderausstellung.

Als wir fertig waren, haben wir uns ins Gästebuch eingetragen und den kleinen Museumsshop angeschaut. Draußen hatte sich das Wetter zwar etwas aufgehellt, doch mir war von der Ausstellung noch immer richtig kalt. Also gingen wir zurück zum Auto und fuhren weiter nach Straß im Straßertale. Dort erkundeten wir das Fassbinderei- und Weinbaumuseum.

Schon der Eingang durch die Vinothek und Weinbar „Weinkontraste“ war eine stimmige Einstimmung auf das Thema Weinbau. Für uns wurde extra alles aufgesperrt und bis zum Schluss waren wir ganz alleine unterwegs. Noch ein Tipp: Vielleicht die Ausstellung etwas später besuchen, denn der Schauweingarten ist erst dann wirklich sehenswert und informativ, wenn alles blüht. Dann kann man die verschiedenen Weinsorten und ihre pflanzlichen Unterschiede erst richtig erkennen. Die beste Zeit dafür ist Ende Mai bis Juni.

Das Museum ist ein authentisches Freilicht- und Technikmuseum und befindet sich in der ehemaligen Werkstatt der Familie Schmid. Es vermittelt auf eindrucksvolle Weise die heute kaum ausgeübte Kunst des Fassbindens sowie die Entwicklung des regionalen Weinbaus. Besonders spannend ist die historische Werkstatt, die nahezu unverändert erhalten ist und wirkt, als hätte der Handwerksmeister sie erst vor kurzer Zeit verlassen.

In der Fassbinderei erhält man interessante Einblicke in die Herstellung von Holzfässern. Zusätzlich wird in einem Vorführraum ein informatives Video vorgeführt, das den Arbeitsprozess verständlich erklärt. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Schauweingarten sowie ein weiteres Gebäude, in dem der Weg „von der Rebe bis ins Glas“ übersichtlich dargestellt wird.

Nach dem Rundgang gingen wir noch in die Vinothek und plauderten gemütlich mit dem freundlichen Mitarbeiter. Da er auch Sommelier war, ließen wir uns ein gutes Gläschen Wein empfehlen. Das wir anschließend im wunderschönen Gastgarten in der warmen Sonne genossen haben.

Danach spazierten wir in den Ortskern von Straß und folgten einer Traube von Menschen, die sich links vom Ortszentrum fortbewegten. So entdeckten wir schließlich den Manhartsberg Radweg. Diesem folgten wir plaudernd entlang eines sanft dahinfließenden Bachs und genossen den Tag in vollen Zügen. Der Weg führt direkt an den teilweise wunderschönen Gärten des Ortes vorbei. Überall blühte es in den verschiedensten Farben und in großer Vielfalt. Kurz bevor wir umdrehten, entdeckten wir am Ende die Beschilderung von zwei Wanderwegen. Den Gaisberg-Rundwanderweg und den Ruinen-Rundwanderweg. Beide klingen sehr vielversprechend. Mal sehen, ob wir vielleicht schon nächste Woche einen davon erforschen werden.

Zum Abschluss kehrten wir in einen Heurigen ein. In der Vinothek hatten wir zuvor den Tipp bekommen, den Heurigen Waldschütz zu besuchen. Dieser liegt in Obernholz und ist nur eine kurze Fahrt von etwa zehn Minuten entfernt. Wir waren tatsächlich die Ersten, da er gerade erst aufgesperrt hatte. Nach uns trudelten jedoch immer mehr Leute ein und bald war der Heurige gut gefüllt. Dort ließen wir uns eine köstliche Jause schmecken und saßen ganz entspannt in der warmen Sonne. Damit ging ein rundum gelungener Ausflug wieder zu Ende.

Infos: Hier mehr zum Schifffahrtsmuseum in Spitz und zum Fassbinderei und Weinbaumuseum in Straß im Straßertal

Lokal: Heuriger Waldschütz


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