Ein abwechslungsreicher Ausflug durchs Waldviertel und bis in die Wachau

Dieses Mal stand ein gemeinsamer Ausflug mit meiner Frau auf dem Programm. So wie schon zuvor zog es uns wieder ins wunderschöne Waldviertel. Geplant waren die Auerbergwarte bei Großgöttfritz sowie ein gemütlicher Stadtbummel durch Zwettl und am Abend ein Besuch des Melker Höfefestes.

Wir schliefen uns aus und genossen ganz in Ruhe unser gemeinsames Frühstück. Eigentlich wollten wir schon am frühen Vormittag losfahren. Bevor es aber soweit war, mähte ich noch rasch den Rasen und schnitt gleich auch noch die Hecke. Nachdem schließlich auch der Grünschnitt entsorgt war, konnten wir endlich losfahren.

Ganz entspannt fuhren wir über die Bundesstraße Richtung Krems und diesmal weiter über Rastenfeld nach Zwettl. Unser erstes Ziel des Tages war die Auerbergwarte in Großgöttfritz. Der Auerberg liegt auf 811 Metern Seehöhe und kann sogar mit einem eigenen Gipfelkreuz aufwarten. Nach dem Aufstieg über 130 Stufen auf die 27,55 Meter hohe Aussichtswarte wartet ein herrlicher Rundumblick über die wunderschöne Landschaft des Waldviertels.

Wir parkten unser Auto auf dem kleinen Parkplatz und spazierten über einen wunderschönen Waldweg Richtung Aussichtsturm. Entlang des Weges entdeckten wir mehrere liebevoll gestaltete Holzskulpturen, die besonders Kindern Freude bereiten. Außerdem befinden sich entlang des Weges Schautafeln mit den Baumkreiszeichen und den dazugehörigen Baumarten.

Entspannt plaudernd erreichten wir schließlich die Aussichtsplattform. Oben angekommen wurden wir mit einem traumhaften Panorama belohnt. Der Blick reicht vom Ötscher über die Burg Rappottenstein bis nach Zwettl und bei besonders klarer Sicht sicher sogar noch deutlich weiter.

Leider streifte uns eine Wetterfront. Am Horizont zog eine dunkle Wolkenwand auf und wenig später begann es zu regnen. Deshalb gingen wir noch rasch zum nur etwa eine Gehminute entfernten Gipfelkreuz, das man bereits von der Aussichtswarte aus gut erkennen kann. Dort wurde der Regen kurzzeitig stärker, sodass wir unter den dichten Baumkronen etwas Schutz suchten. Anschließend machten wir uns im Regen wieder auf den Rückweg zum Parkplatz. Zum Glück zog die Wolkenfront bald weiter und kurz bevor wir das Auto erreichten, hörte der Regen bereits wieder auf. Schon bald zeigte sich wieder die Sonne und die Luft roch herrlich frisch nach Wald und Regen. Ein richtig schöner Moment.

Mittlerweile hatten wir ordentlich Hunger bekommen und verabschiedeten uns vom Auerberg. Unsere nächste Station war Zwettl. Zuvor machten wir allerdings noch einen kurzen Einkauf. Dabei entdeckten wir einen SPAR, der direkt in ein Lagerhaus integriert ist. So etwas hatte ich zuvor noch nie gesehen und fand diese ungewöhnliche Kombination wirklich cool.

Anschließend fuhren wir weiter und parkten unser Auto entlang der Gerungser Straße. Dort überquerten wir den Kamp über eine Brücke und gelangten so direkt in die Altstadt. Heraus kamen wir direkt am Hauptplatz und wurden vom beeindruckenden Hundertwasserbrunnen empfangen.

Der Zwettler Hundertwasserbrunnen wurde nach den Ideen des berühmten österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser gestaltet. Typisch für seine Werke sind die farbenfrohen Keramikmosaike sowie die geschwungenen Formen und der bewusste Verzicht auf gerade Linien. Hundertwasser war eng mit dem Waldviertel verbunden und verbrachte hier viele Jahre. Die Region inspirierte ihn und spielte in seinem künstlerischen Schaffen eine bedeutende Rolle. Der Brunnen gilt heute als eines der Wahrzeichen von Zwettl und verleiht dem Hauptplatz eine ganz besondere Atmosphäre.

Ich war wirklich beeindruckt. Der gesamte Hauptplatz wirkt sehr gepflegt und gleichzeitig angenehm ursprünglich. Viele der kleinen Geschäfte versprühen noch den Charme vergangener Zeiten. Beim weiteren Spaziergang kamen wir am Stadtmuseum vorbei und gelangten schließlich auf den Dreifaltigkeitsplatz. Dort machten wir es uns unter den Sonnenschirmen eines gemütlichen Gasthauses bequem und beobachteten bei ausgezeichnetem Essen das bunte Treiben auf dem Platz.

Zum Abschluss gönnte ich mir noch einen Kaffee und setzten danach unseren Stadtbummel fort. Die entspannte Atmosphäre in Zwettl gefiel uns ausgesprochen gut. Während wir in aller Ruhe plauderten, schlenderten wir langsam zurück zum Auto. Dort überlegten wir kurz, ob wir noch einen Abstecher zum Stift Zwettl machen sollten. Aber am Abend waren wir in Melk mit Freunden verabredet und es hätte sich so nicht mehr ausgezahlt. So entschieden wir uns schließlich dagegen und fuhren stattdessen weiter nach Bad Traunstein. Dort wollten wir noch die historische Bockwindmühle besichtigen.

Nach einer herrlichen Fahrt erreichten wir schließlich Bad Traunstein. Wir parkten das Auto und nach einem kurzen Fußmarsch standen wir auch schon direkt davor. Die alte Holzkonstruktion wirkte herrlich schief und man hatte fast das Gefühl, sie könnte jeden Moment zusammenfallen. Genau das verleiht ihr aber ihren besonderen Charme. Ein kurzer Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, nur extra dafür würde ich nicht unbedingt anreisen. Nach etwa zehn Minuten hatten wir alles gesehen und machten uns wieder auf den Weg zurück.

Über Ottenschlag fuhren wir weiter Richtung Spitz. Diese Strecke kannten wir bisher noch nicht und genossen die abwechslungsreiche Fahrt durch die hügelige Landschaft des Waldviertels. Unterwegs kamen wir an der Burg Oberranna vorbei und schließlich auch am Schifffahrtsmuseum Spitz an der Donau. Dieses hatten wir heuer bereits besucht und es war schön, wieder daran vorbeizukommen. Spätestens entlang der Donau kam richtiges Urlaubsgefühl auf.

Über unserem Besuch im Schifffahrtsmuseum Spitz habe ich bereits einen Artikel geschrieben. Diesen findet ihr hier.

So erreichten wir bald Melk. Wir parkten unser Auto und spazierten langsam hinunter in die Altstadt. Wir waren schon gespannt, was uns beim Melker Höfefest erwarten würde. Beim Eingang bezahlten wir den Eintritt und bekamen dafür ein Armband. Obwohl wir pünktlich angekommen waren, herrschte noch etwas Betriebsamkeit: Hier und da wurde noch aufgebaut und letzte Handgriffe erledigt. Dazu waren jetzt schon ganz schön viele Menschen hier.

Das Melker Höfefest zählt zu den beliebtesten Sommerveranstaltungen der Region. Dabei werden zahlreiche historische Innenhöfe der Altstadt geöffnet und verwandeln sich in stimmungsvolle Veranstaltungsorte. Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik auf mehreren kleinen Bühnen und auch Kunst- und Handwerksständen. Dazu gibt es überall regionale Schmankerln und Weine aus der Wachau. Gerade die besondere Atmosphäre in den alten Innenhöfen macht dieses Fest aus.

Ich gönnte mir einen Feuerfleck und dazu ein Glas Wein, während sich meine Frau ein Eis schmecken ließ. Überall spielte Live-Musik und die Altstadt füllte sich langsam mit Menschen. Schließlich trafen wir auch unsere Freunde. Allerdings merkten wir bald, dass uns der Trubel etwas zu viel wurde und auch die Musik nicht ganz unseren Geschmack traf.

Also beschlossen wir noch einen Spaziergang hinunter zur Donau zu machen. Über die Aussichtsplattform Stift Melk gingen wir weiter über die St. Leopoldbrücke. Dort vorbei an der Wachauarena und schließlich über einen schönen Waldweg zur Uferpromenade. Dort schlenderten wir gemütlich entlang der Donau bis zur Mole Melk. Das moderne Lokal direkt am Wasser machte einen ausgezeichneten Eindruck. Hier möchten wir bei Gelegenheit unbedingt einmal einkehren.

Anschließend schlenderten wir wieder ohne Eile durch die Altstadt zurück und ließen das bunte Treiben des Höfefestes noch einmal auf uns wirken. Zum Abschied schrieben wir unseren Freunden noch eine Nachricht. Kaum hatten wir die Altstadt hinter uns gelassen, kehrte wieder eine angenehme Ruhe ein. So erreichten wir schließlich den Parkplatz.

Danach machten wir uns auf den Heimweg und ließen einen wunderschönen gemeinsamen Ausflug ausklingen. Es war ein abwechslungsreicher Tag mit herrlichen Ausblicken sowie zwei sehenswerten Städten und vielen schönen gemeinsamen Momenten. Nicht zu vergessen war auch die ausgezeichnete Kulinarik, die den Tag perfekt abrundete. Ein rundum gelungener Ausflug, an den wir uns noch lange gerne erinnern werden.

Danach machten wir uns auf den Heimweg und ließen diesen wunderschönen gemeinsamen Ausflug ausklingen. Es war ein abwechslungsreicher Tag mit herrlichen Ausblicken, zwei sehenswerten Städten, vielen schönen gemeinsamen Momenten und ausgezeichneter Kulinarik. Ein rundum gelungener Ausflug, an den wir uns noch lange gerne erinnern werden.

Infos: Hier mehr zur Aubergwarte und zum Melker Höfefest

Lokal: Gasthaus zur goldenen Rose


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