Am Wochenende zog es mich wieder einmal nach Baden bei Wien. Die Stadt kenne ich zwar schon recht gut, aber sie ist immer einen Besuch wert. Außerdem war ich bisher noch nie im Kurpark unterwegs gewesen. Deshalb machte ich mich am Vormittag ganz gemütlich auf den Weg.
Über die Autobahn fuhr ich bis Alland und von dort durch das wunderschöne Helenental nach Baden. Mein Auto parkte ich in der Nähe des Bahnhofs und begann meinen Spaziergang durch die Innenstadt.
Baden bei Wien zählt zu den bekanntesten Kur- und Thermenstädten Österreichs. Die Stadt liegt am Rand des Wienerwaldes, etwa 25 Kilometer südlich von Wien und blickt auf eine lange Geschichte als Kurort zurück. Bereits die Römer nutzten die warmen Schwefelquellen und später wurde Baden zu einem beliebten Aufenthaltsort des österreichischen Kaiserhauses.
Das Wetter war wechselhaft, aber angenehm warm und entsprechend war auch einiges in der Stadt los. Vom Bahnhof aus ging ich in Richtung Hauptplatz, wo zwischen Geschäften sowie in den Cafés und historischen Gebäuden reges Treiben herrschte. Vorbei an der Dreifaltigkeitssäule setzte ich meinen Weg in Richtung Kurpark fort.
Am Eingang des Kurparks kam ich zunächst am Udine-Brunnen vorbei. Der weitläufige Park beeindruckte mich sofort mit seinen gepflegten Grünflächen, den bunten Blumenbeeten und den vielen schattigen Wegen. Überall luden Bänke dazu ein, kurz zu verweilen und die ruhige Atmosphäre zu genießen.
Im Park begegnete ich zahlreichen Denkmälern und historischen Bauwerken. Zuerst führte mich mein Weg zum Mozart-Tempel und gleich darauf zum Beethoven-Tempel, der besonders beeindruckend wirkte. Von dort ging es bergauf zur Bellevue, von wo sich bereits ein schöner Blick über Baden eröffnete.
Anschließend spazierte ich durch schattige Waldstücke zur Ferdinand-Raimund-Aussicht und danach zu den Carolinenhöhen. Dort wurde ich mit einem spektakulären Blick auf die Stadt und die umliegende Landschaft belohnt. Die Mischung aus Parkanlage mit Wald und zahlreichen Aussichtspunkten macht den Kurpark zu etwas ganz Besonderem.
Weiter ging es zur Theresienwarte. Unterwegs kam ich an einem kleinen Teich vorbei, in dem Seerosen blühten und sich der Wald auf der Wasseroberfläche spiegelte. Besonders beeindruckend fand ich die dort stehende Bienenburg, die sich harmonisch in die naturnahe Umgebung einfügt. Die kleine Anlage wurde erst 2018 erneuert und entstand in den Jahren 1905 bis 1907 im Zuge einer Ausstellung eines Bienenzuchtvereins. Deswegen auch der Name Bienenburg.
Über einen malerischen Waldweg erreichte ich die Theresienwarte. Die Aussichtswarte wurde ursprünglich 1884 errichtet und nach ihrer Förderin Theresia Göschl benannt. Im Laufe der Jahre wurde sie mehrfach erneuert und präsentiert sich heute als elegante Holzkonstruktion.
Nach dem Aufstieg über die zahlreichen Stufen wurde ich mit einem beeindruckenden Panorama belohnt. Von oben reichte der Blick über Baden, Bad Vöslau und Sooß bis hin zum Harzberg und zum Schneeberg. Die Aussicht über die sanften Hügel sowie die umliegenden Weinlandschaften und den Wienerwald war schlicht atemberaubend. Allerdings pfiff hier oben auch ein recht kräftiger Wind und deshalb blieb ich leider nicht allzu lange oben.
Ich entschied mich, weiter zum Café Blickweit zu gehen. Direkt angeschlossen befindet sich dort auch das Kaiser Franz Josef Museum, das den Schwerpunkt auf das Wirken der Habsburger in der Kurstadt Baden legt. Dieses wollte ich mir eigentlich ansehen. Nach einem gemütlichen Spaziergang von rund zwanzig Minuten erreichte ich schließlich das Café. Da das Museum noch geschlossen war und ich vor der Öffnung noch etwas Zeit hatte, setzte ich mich auf die Terrasse im Gastgarten. Es war erfreulich wenig los.
Bei herrlicher Aussicht bestellte ich mir zunächst einen Kaffee und genoss die entspannte Atmosphäre. Da es so gemütlich war und inzwischen die Sonne schien, gönnte ich mir später noch ein Gläschen Grünen Veltliner. Während ich den Blick über die Landschaft schweifen ließ, verging die Zeit wie im Flug.
Als ich schließlich auf die Uhr blickte, stellte ich fest, dass ich noch mehr als eine Stunde auf die Öffnung des Museums hätte warten müssen. Daher verschob ich den Besuch auf ein anderes Mal und hatte damit gleich wieder einen guten Grund, bald nach Baden zurückzukehren.
Nach etwa vierzig Minuten machte ich mich auf den Rückweg zum Bahnhof. Diesmal führte mich mein Weg nicht mehr durch den Kurpark, sondern über die Straße hinunter in die Stadt. Bei besserer Planung wäre ich wohl noch über den Felsenweg hinuntergegangen. So erreichte ich bald wieder den belebten Hauptplatz und spazierte auf vertrautem Weg zurück zum Parkplatz.
So ging ein sehr entspannter und wirklich abwechslungsreicher Ausflug zu Ende. Baden bei Wien hat mir einmal mehr gezeigt, warum die Stadt zu den schönsten Ausflugszielen im Wiener Umland zählt. Die historische Altstadt und der weitläufige Kurpark mit seinen zahlreichen Aussichtspunkten machen jeden Besuch aufs Neue lohnenswert. Damit endet dieser Blogeintrag und bis zum nächsten Mal!
























Info: Hier mehr zum Rundweg zur Theresienwarte
Lokal: Café blickweit
Details zur Tour:
- Strecke: ca. 7,5 km
- Dauer: ca. 3 Stunden
- Höhenunterschied: ca. 212 m im Auf- und Abstieg
- Startpunkt: Bahnhof Baden
- Schwierigkeit: Leicht und familienfreundlich
Mehr aus der Kategorie Erlebnisse 😀
