Eine Rundwanderung in Losenheim am Schneeberg

Bei herrlichem Wetter entschieden wir uns ganz spontan für einen Ausflug nach Losenheim. Dank der Niederösterreich-CARD kombinierten wir eine kleine Wanderung mit einer Fahrt mit der Schneeberg-Sesselbahn und genossen die beeindruckende Bergkulisse des höchsten Berges Niederösterreichs. Manchmal braucht es nicht mehr für einen gelungenen Tag.

Am späten Vormittag machten wir uns über Alland und Pernitz auf den Weg nach Puchberg am Schneeberg. Der Verkehr war angenehm moderat und die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft war ein Genuss. Erst vor wenigen Wochen waren wir auf derselben Strecke unterwegs gewesen. In Pernitz bogen wir aber diesmal links statt rechts ab und fuhren weiter Richtung Schneeberg.

In Puchberg war bereits einiges los, was vor allem der beliebten Salamanderbahn geschuldet war. Doch als wir schließlich in Losenheim ankamen, waren wir überrascht, wie groß der Besucherandrang dort war. Die Parkplatzsuche bei der Sesselbahn gestaltete sich entsprechend schwierig, da die vorhandenen Stellplätze nahezu vollständig belegt waren.

Ein Grund dafür war sicherlich auch der Mountainbike-Trail, der viele Sportbegeisterte anlockte. Zahlreiche Mountainbiker waren unterwegs und sorgten für zusätzliches Besucheraufkommen. Nachdem wir schließlich einen Parkplatz gefunden hatten, holten wir uns beim Kassenhäuschen unsere Tickets und erhielten dort auch gleich ein kostenloses Parkticket. Anschließend ging es noch einmal kurz zurück zum Auto, bevor unser Ausflug richtig beginnen konnte.

Mit der Niederösterreich-CARD fuhren wir kostenlos auf den 1.200 Meter hoch gelegenen Fadensattel. Die Fahrt war beeindruckend und verging wie im Flug. Oben angekommen starteten wir gemütlich unsere Wanderung.

Direkt am Fadensattel befinden sich die Edelweißhütte und nur etwa zehn Gehminuten entfernt das Almreserlhaus. Die Gegend eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wanderungen und entspannte Stunden in der Sonne oder einfach zum Genießen der beeindruckenden Natur. Rund um Puchberg erwartet Besucher ein weitläufiges Netz an Wanderwegen und alpinen Steigen, das zahlreiche Möglichkeiten für Wanderbegeisterte bietet.

Nach einer kurzen Orientierung ging es auch schon los. Wir folgten dem Wegweiser zur Mau-Mau-Wiese. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, allerdings hatten wir nicht mit dem starken Wind gerechnet. Da die Temperaturen dennoch angenehm warm waren, ließ sich dieser gut aushalten.

Der Weg führte zunächst über Almwiesen mit herrlichem Panoramablick auf die umliegende Bergwelt. Vorbei am Almreserlhaus ging es zuerst etwas bergauf, anschließend überwiegend bergab bis zur Mau-Mau-Wiese. Teilweise verlief der Weg recht steil durch den Wald und vereinzelt kamen uns auch einige Wanderer entgegen.

An der Mau-Mau-Wiese folgten wir den Wegweisern weiter zum Sebastianwasserfall. Der Weg führte gemütlich entlang des Sebastianbachs, dessen beruhigendes Rauschen die Wanderung besonders angenehm machte. Nach einer Brücke ging es noch einmal kurz bergauf, bevor der Pfad wieder hinunter zum Wasserfall führte.

Dort angekommen war einiges los. Viele Familien mit Kindern genossen die Abkühlung am Wasser und auch einige Kletterer waren unterwegs. In unmittelbarer Nähe des Wasserfalls befindet sich nämlich ein beliebter Kletterbereich mit mehreren gut abgesicherten Routen. Durch die schöne Lage am Bach ist das Gebiet besonders bei Familien und Naturliebhabern beliebt.

Der Sebastianwasserfall hat uns wirklich überrascht. Eingebettet in eine wunderschöne Naturkulisse ist er definitiv einen Besuch wert.

Anschließend hatten wir kurz Orientierungsprobleme, da wir keinen Wegweiser zur Wasserfallhütte fanden. Nach wenigen Schritten bemerkten wir jedoch, dass wir bereits direkt davorstanden. Die Wasserfallhütte ist ein uriges Gasthaus, was auch den großen Besucherandrang erklärt.

Als wir daran vorbeigingen, strömte uns ein herrlicher Essensduft entgegen, der sofort Lust auf eine Einkehr machte. Langsam machte sich auch bei uns der Hunger bemerkbar, doch zum Essen war es uns noch etwas zu früh.

Danach folgten wir zunächst der Straße bergab bis zum nächsten Wegweiser. Von dort führte der Weg zwischen zwei Weiden hindurch und weiter über einen wunderschönen Wiesenpfad in Richtung Burg Losenheim. Dabei hatten wir stets den Schneeberg und das malerische Tal vor Augen.

Ab diesem Abschnitt zog sich die Wanderung etwas in die Länge. Mittlerweile war es deutlich wärmer geworden und die Sonne zeigte ihre Kraft. Zum Glück führte der Weg zwischendurch durch ein schattiges Waldstück, das für eine angenehme Abkühlung sorgte. So erreichten wir schließlich wieder den Parkplatz.

Wieder beim Auto angekommen, packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf die Suche nach einem gemütlichen Lokal zum Essen. Unsere Wahl fiel auf ein Gasthaus in Schneebergdörfl, das nur wenige Autominuten entfernt lag. Das urige Ambiente gefiel uns auf Anhieb, und der kleine Brunnen mit seinem leisen Wasserplätschern sorgte für eine besonders angenehme Atmosphäre.

Das Essen schmeckte ausgezeichnet und auch der Service war ausgesprochen freundlich. Gut gesättigt und zufrieden traten wir schließlich die Heimfahrt an und damit endete dieser schöne Ausflugstag.

Die Wanderung hat uns wirklich sehr gut gefallen. Die abwechslungsreiche Strecke mit ihren schönen Ausblicken, dem beeindruckenden Sebastianwasserfall und der Auffahrt mit dem Sessellift machte den Ausflug zu einem besonderen Erlebnis. In Kombination mit der Niederösterreich-CARD war die Tour eine tolle Möglichkeit, die Region rund um den Schneeberg auf entspannte Weise zu erkunden. Anschließend ging es auf demselben Weg wieder nach Hause.

Info: Hier erfährst du mehr über den Rundwanderweg zum Sebastianwasserfall

Lokal: Gasthof Zwinz „Zum Schneeberg“

Tipp: Hier mehr zur Ausflugskarte von Niederösterreich

Details zur Tour:

  • Strecke: ca. 5–6 km
  • Dauer: ca. 1,5–2 Stunden
  • Höhenunterschied: 150–250 m im Auf- und Abstieg
  • Startpunkt: Fadensattel (Bergstation der Schneeberg-Sesselbahn)
  • Schwierigkeit: Leicht bis mittelschwer

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